Der VSV Jena hat seine beeindruckende Heimserie weiter ausgebaut und den Tabellenführer Donau Volleys Regensburg vor einer großen Kulisse im Sportforum mit 3:2 (25:19, 20:25, 25:16, 23:25, 15:10) bezwungen. In einem über weite Strecken hochklassigen und emotional geführten Spitzenspiel behielten die Gastgeber in der entscheidenden Phase die Nerven und behaupten damit ihre Position in der oberen Tabellenregion.
Im ersten Satz überzeugte Jena vor allem mit starken Aufschlägen, hoher Konzentration und einer konstanten Teamleistung. Die Gastgeber setzten Regensburg früh unter Druck, erzielten mehrere direkte Punkte im Aufschlag und bestimmten die Partie (Die Netzkante war definitiv auf Jenaer Seite, besonders auf der des späteren MVPs Johannes Lohse). Regensburg fand noch keinen stabilen Rhythmus, musste viel durchwechseln und konnte den Satzverlust nicht verhindern.
Im zweiten Durchgang nahm die Aufschlagqualität der Jenaer spürbar ab, was den Gästen die Tür ins Spiel öffnete. Regensburg nutzte die neu gewonnene Stabilität konsequent aus und zeigte seine große Angriffsstärke. Die Oberpfälzer agierten variabler und setzten die Jenaer Annahme deutlich häufiger unter Druck. Jena blieb zwar in Schlagdistanz, fand jedoch kaum Breakpunkte und musste den Satz mit 20:25 abgeben.
Der dritte Satz war anschließend von Beginn an wieder klar in Jenaer Hand. Mit der Rückkehr zu druckvollen Aufschlägen erspielte sich das Team eine frühe Führung. Die Annahme stabilisierte sich deutlich, sodass Zuspieler und Angreifer variabel agieren konnten. Besonders Diagonalangreifer Felix Roller stellte die Regensburger Blockreihe mit seiner großen Angriffshöhe immer wieder vor massive Probleme und war praktisch nicht zu stoppen. Der VSV brachte den Vorsprung sicher über die Ziellinie und gewann den Satz deutlich mit 25:16.
Der vierte Satz verlief aus Jenaer Sicht zunächst nach Maß. Das Team von Anton Roggow führte über weite Strecken und lag zwischenzeitlich mit fünf Punkten in Front. Annahme und Abwehr funktionierten bis dahin auf sehr hohem Niveau, was das Spiel der Gastgeber stabil hielt. In der Crunch-Time geriet Jena jedoch ins Wanken: eine kurze Schwächephase in der Annahme gab Regensburg die Möglichkeit, den Satz zu drehen. Die Gäste nutzten diese Phase konsequent aus und erzwangen mit einem 23:25 den Tiebreak.
Im Entscheidungssatz zeigte sich erneut die Heimstärke der Thüringer. Jena erwischte den besseren Start, setzte Regensburg mit präzisen Aufschlägen unter Druck und erspielte sich eine 5:2- sowie später eine 8:4-Führung beim Seitenwechsel. Eine der Schlüsselszenen der Partie war eine lange Rallye zum 14:10, die das gesamte Sportforum mitriss und den letzten Impuls für den Heimsieg setzte. In der Abwehr und Annahme glänzte Libero Steven Sehr mit mehreren starken Aktionen. Kurz darauf verwandelte Jena den Matchball und sicherte sich den verdienten 15:10-Erfolg.
Der Gold-MVP-Titel ging an den erst 18-jährigen Johannes Lohse.
Auf Regensburger Seite an den Diagonal Max Oischinger, der die Abwehr Jenas nach Belieben dominierte.
Trainer Anton Rogow ist sehr zufrieden mit der Leistung seiner Teams sein. Das volle Sportforum und die Atmosphäre auf der Bank übertrug sich deutlich auf das Spielgeschehen und machte das Duell zu einem emotionalen und intensiven Topspiel der 3. Liga Ost. Mit diesem Erfolg bleibt der VSV Jena zu Hause auf einer 10 Spiele Siegesserie und festigt Tabellenplatz vier. Nach einem spielfreien Wochenende folgt ein richtungsweisender Doppelspieltag, der darüber entscheiden wird, ob Jena weiter in Richtung Podium angreifen kann.




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