Am Samstag brach zur frühen Morgenstunde der VSV Tross Richtung Potsdam auf. Einige Spieler waren schon ein Tag davor angereist und haben den glücklichen Zufall genutzt das Länderspiel in der Landeshauptstadt zwischen Niederlande und Deutschland anzuschauen. Mit einem Gesamtaufgebot von 10 Spielern ging es dann in das Turnier rein, welches mit 10 Teams, hauptsächlich aus der Dritten Liga Nord, gespickt war.
In einer Fünfergruppe war der erste Gegner der Drittligist VC Greifswald. Nach leichten Startschwierigkeiten drückte der VSV den Kontrahenten den Stempel auf. In einem gemächlichen Spiel, welches vom Abtasten und Abstimmungsfindung geprägt, behielt Jena mit 25:21 und 25:18 die Oberhand. Nach einer Pause, wo Jena das Schiedsgericht übernahm, ging es gegen das Regionalligateam von Dessau Volleys. Durch den hohen Aufschlagsdruck wurde der stabile Aufbau des Gegners gestört und damit erarbeiteten sich die Lichtstädtern in beiden Sätzen früh die Führung, welche konstant ausgebaut werden konnte. Am Ende entschied Jena das Spiel deutlich mit 25:18 und 25:23 für sich.
Weiter ging es gegen den Drittligaaufsteiger TSV Spandau. Im ersten Satz gelang dem VSV ein nahezu perfekter Satz, welcher vor allem auf einen sehr guten Block/Defense Arbeit des gesamten Teams fußte. Hier gelang es den Berliner kaum den Ball auf den Boden zu bringen ohne, dass ein Jenaer Spieler dran war. Somit wurde der Satz deutlich mit 25:18 eingetütet. Danach kam Spandau besser ins Spiel und führte lange bis zur Crunchtime. Hier behielt aber der VSV abgebrüht die Nerven und drehte den Satz getragen von Emotionen zum umjubelten 25:23. Im letzten Gruppenspiel ging es dann gegen den Gastgeber von SC Potsdam. An dem gestandenem Drittligaakteur ist man letztes Jahr im Viertelfinale gescheitert. Es entwickelte sich ein umkämpftes Spiel. Potsdam erzeugte von Beginn an mit Aufschlägen großen Druck auf den Annahmeriegel des VSV.
So setzten sich die Landeshauptstädter schrittweise ab und lange schien der Satz verloren. Mit einem Doppelwechsel läutete Jena eine Kehrwende ein und hatte sogar einen Satzball. Dieser wurde aber abgewehrt und damit auch das Momentum. So gewann Potsdam den ersten Satz 27:25. Im zweiten Satz zeigte der VSV ein verändertes Gesicht. Mit einer deutlich stabilen Annahme kam das gewohnte schnelle Spiel zum Tragen. Somit entschied Jena den Satz kontrolliert für sich.
Nach diesem Ergebnis war klar, dass Jena die Gruppe gewonnen hatte und damit ins Halbfinale einzog. Dort wartete etwas überraschend eine Landesligaauswahl von Rotation Berlin. Das Team setzte sich gegen einige Drittligisten in der zweiten Gruppe durch. Die Hauptstädter spielten unorthodox, aber effektiv. Jena setzte hier einige Highlights, dafür punktete der Landesligist kontant. Aus Jenaer Sicht gewann man zerrig den ersten Satz nach einem anfänglichen höheren Rückstand mit 25:22. Der VSV fand aber trotz der Satzführung nicht in die gewohnte Spur. Unkonzentriertheiten in der Annahme führten schließlich zum Satzverlust, welcher aus Sicht von Jena 24:26 ausfiel. Angetrieben vom verlorenen Satz gingen die Lichtstädter aber in den Tiebreak mit voller Power rein. Frühzeitig wurde jeder Punkt mannschaftlich umjubelt und man schwamm hier auf einer positiven mentalen Welle, so dass vieles gelang. Daher entschied man den Satz deutlich mit 15:10 für sich.
Das Finalspiel war ein Rückspiel gegen den Gastgeber, welcher das andere Halbfinale gewann. Dadurch, dass das Heimteam das letzte Spiel bestritt, fanden auch einige Zuschauer auf den Tribünen ihren Platz und baten demnach eine gebührende Bühne für das Finale. Potsdam hatte einen besseren Start und punktete vor allem über Diagonal. Gepaart mit dem hohen Aufschlagsdruck waren dies die Hauptaspekte für den Satzgewinnen von 25:21. Jena kam zurück, stabilisierte, wie im ersten Spiel die Annahme und punktete über die Außenpositionen. Das Tempo stellte die Potsdamer Mittelblocker immer wieder vor Probleme. Jena führte die ganze Zeit den Satz an. Trotz des Schlussspurts der Brandenburger behielt VSV die Nerven und damit auch den Satz mit 26:24. Im Tiebreak ließen dann die Kräfte der Drittligisten aus Potsdam nach. Jena nutze diese Schwächephase sofort aus und ließ nichts anbrennen. Hinten raus kamen die Landeshauptstädter noch etwas ran, aber der Satz ging trotzdem ungefährdet mit 15:12 an die Saale.
In der Zusammenfassung kann man rekapitulieren, dass über die sechs Spiele große Konstanz zu erkennen war. Damit war auch über das ganze Turnier Jena auch overall an dem Tag die bessere Mannschaft und hat sich auch völlig verdient den Sieg an die Saale geholt. Jetzt gilt es nicht auf diesem Erfolg auszuruhen, sondern weiter in den nächsten 2 Wochen im Training zu arbeiten, um dann beim Saisonbeginn noch verbessert und abgestimmt vor heimischer Kulisse den ersten Erfolg der Saison einzufahren.




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