Nachdem die H2 des VSV am vergangenen Wochenende in heimischer Halle noch mit 1:3 das Nachsehen hatten, setzte sich das Trainerteam um Leon und Co-Trainer Tim direkt an die Fehleranalyse. Für neue Ideen ging es am Sonntag kurzerhand zum Kreisliga-Fußball – schließlich kann man sich Inspiration ja überall holen. Schnell war klar: Nicht Taktiktafel, Aufschlagdruck oder Blockarbeit würden in Dresden den Unterschied machen. Der Schlüssel zum Erfolg konnte eigentlich nur einer sein:
Das Megafon
Und so ging es mit zehn Spielern und gleich zwei voll aufgeladenen Megafonen zur TU nach Dresden. Nach einem durchwachsenen Warm-up gab es von Coach Leon direkt eine klare Ansage:
Wenn ihr so schlecht spielt, wie wir uns gerade warm gemacht haben, verlieren wir hier in 58 Minuten 0:3
Jena startete im Vergleich zum vergangenen Spieltag mit einer komplett neuen Starting Six in den ersten Satz – und erwischte entgegen der Erwartung direkt einen starken Start. Während die Dresdner offenbar noch über Jenas Schallverstärkungssysteme, Reichweitenerhöhung und akustische Signalbündelung sinnierten, stellte sich Zuspieler Feivel an die Grundlinie: drei Aufschläge, drei Asse, 3:0 für Jena. Und genauso gut ging es weiter: Jena setzte Dresden mit druckvollen Aufschlägen immer wieder unter Druck und hatte auch im Block guten Zugriff. Gleichzeitig gingen die Angriffe der Dresdner auffällig häufig in Richtung der Megafone als ins Spielfeld – ob das wirklich nur Zufall war, darf an dieser Stelle bezweifelt werden. So ging der erste Satz am Ende verdient mit 25:21 an die Gäste vom VSV.
Im zweiten Satz ging es zunächst genauso weiter. Nach drei Killblocks in Folge sah sich die TU beim Stand von 2:7 bereits zur ersten Auszeit gezwungen – alles deutete auf einen ziemlich deutlichen Satzgewinn für Jena hin. Dann wurde es allerdings noch einmal spannend: Das Schiedsgericht verbot kurzerhand die Klänge des Megafons. Ein schwerer Rückschlag für den VSV-Matchplan. Jena brauchte einen Moment, um diesen Schock zu verdauen, fand dann aber wieder zurück ins Spiel und brachte auch den zweiten Satz mit 25:21 nach Hause.
Im dritten Satz entwickelte sich dann ein deutlich engeres Spiel. Auf beiden Seiten gab es immer wieder kleine Break-Serien, doch keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. In der Crunchtime entschied Jena mehrere der längeren Ballwechsel für sich und erspielte sich zwei Matchbälle, von denen der zweite direkt zum 25:23 genutzt wurde.
Die Prognose von Coach Leon sollte sich somit als falsch herausstellen: Statt nach 58 Minuten mit 0:3 nach Hause zu fahren, brauchte Jena 77 Minuten für den eigenen 3:0-Sieg – beides falsch. MVP wurde verdientermaßen Außenangreifer Henry Lätzer.
Am 12.12. kommt es zum Rückspiel in Jena – die Megafone werden bis dahin selbstverständlich wieder vollständig aufgeladen sein. Und wer weiß, was sich unser Trainergespann bis dahin noch alles einfallen lässt. Nächstes Spiel des Wolfpacks findest erst am 31.Oktober statt, dann gegen die Youngstars und gleich am nächsten Tag ein weiters Spiel gegen Kreuzschule DD. Beides Im Sportforum. Doppelheimspieltag also.




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